Eutiner Festspiele Update: Gespräche laufen auf allen Ebenen – Hoffnung auf zeitnahe Lösung

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Nach dem ersten Schock über die Absage der Spielzeit 2026 und die drohende Auflösung der Eutiner Festspiele haben auf allen Ebenen intensive Gespräche begonnen. Ziel ist klar: Die Eutiner Festspiele sollen erhalten bleiben – mit tragfähigen Strukturen und gemeinsamer Verantwortung von Stadt, Kreis, Land und Bürgerschaft.

Landesregierung: Ministerpräsident kündigt Unterstützung an

Ministerpräsident Daniel Günther zeigte sich betroffen über das drohende Aus und kündigte an, die Landesregierung wolle „alles daran setzen, die Eutiner Festspiele zu erhalten“. Das Kulturministerium soll nun zeitnah alle relevanten Akteure an einen Tisch bringen, um tragfähige Lösungen zu erarbeiten. Günther betonte die kulturelle und touristische Bedeutung der Festspiele für Schleswig-Holstein und verwies auf die rund 65.000 Besucherinnen und Besucher im Sommer 2025. Laut NDR äußerte sich Daniel Günther, er ist auch Schirmherr der Festspiele, zu möglichen Zukunftsmodellen: Eine Integration in ein größeres kulturelles Netzwerk – etwa in Zusammenarbeit mit dem Schleswig-Holstein Musik Festival – sei denkbar.

Stadt Eutin und Kreis Ostholstein: Gesprächsbereitschaft und Verantwortung

Auch Eutins Bürgermeister Sven Radestock (Grüne) hat Gesprächsbereitschaft signalisiert. In Interviews verwies er auf die bereits geleisteten Investitionen – wie die neue Tribüne für 18 Millionen Euro – und forderte, gemeinsam neue Strukturen zu entwickeln.

Der Kreis Ostholstein unterstützt die Gespräche und prüft mögliche Beteiligungsformen, auch wenn konkrete Modelle noch nicht öffentlich sind.

Landesmusikrat und Kulturakteure: Öffentliche Trägerschaft notwendig

Der Landesmusikrat Schleswig-Holstein und weitere Kulturinstitutionen sehen die Krise als Symptom eines größeren Problems: Die dauerhafte Sicherung kultureller Infrastruktur könne nicht allein durch Ehrenamt und Privatengagement gelingen. Es brauche verlässliche öffentliche Förderung und professionelle Strukturen.

Ausblick: Zeitnahe Lösung angestrebt…

Alle Beteiligten sind sich einig: Viel Zeit bleibt nicht. Die Hoffnung ist, dass bis Ende Februar eine belastbare Perspektive entwickelt werden kann. Dazu braucht es ein klares Bekenntnis aller Ebenen – von Land und Kommune bis hin zur lokalen Wirtschaft und engagierten Bürgern.

Denn wie ein Zitat aus der Festspielleitung in Erinnerung ruft:

„Ein Euro Förderung generiert sieben Euro Wertschöpfung in der Stadt Eutin. Das sollte sich jeder Eutiner Kommunalpolitiker hinter die Ohren schreiben.“

Gerd Warda

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