Heinrich-Böll-Stiftung SH beteiligt an 5,3 Millionen Euro EU-Förderung

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Seit 2017 wurden EU-Projekte, an denen die Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein beteiligt war, mit mehr als 5,3 Mio. Euro gefördert. Fördermittel gingen dabei auch an die Landeshauptstadt Kiel, die KielRegion, die KiWi, die Muthesius Kunsthochschule, die CAU und andere. Die Stadt Kiel hat allein mit ihrer Beteiligung als Partnerin an den Projekten Liveability und UrbCitizenPower Fördermittel in Höhe von über 515.000 Euro aus dem EU-Programm Interreg bewilligt bekommen.

Durch das Projekt Cultural Pearls erhält sie darüber hinaus Unterstützung für ihr Programm als ausgewählte Kulturperle im Bereich Kultur und soziale Resilienz. Der KielRegion und der KiWi wurden darüber hinaus durch die Beteiligung an den EU-Interreg-Projekten Data for All und VekselWirk weitere ca. 450.000 Euro bewilligt.

Das Projekt BSR Cultural Pearls hilft kleineren Städten und Regionen im Ostseeraum, attraktiver zu werden und ihre Lebensqualität zu verbessern, indem es die Menschen für kulturelle Aktivitäten begeistert und ein stärkeres Gemeinschaftsgefühl entwickelt. Quelle https://www.boell-sh.de/de/cultural-pearls

Mit den EU-Interreg-Projekten werden konkrete Innovationen für Kiel und Schleswig-Holstein auf den Weg gebracht. Beispielhaft kann die Entwicklung des Tiny Rathauses als Ergebnis des Projekts VekselWirk genannt werden, mit dem zudem in Kiel und Lübeck der Aufbau von Innovationszentren und CoWorkingspaces für Nachhaltigkeitsprojekte unterstützt wurden. Im Rahmen des Projekts Liveablitity entwickelt die Stadt Kiel die Volkshochschule zu einem Dritten Ort. Das Projekt Data for All hilft der KielRegion, modellhaft die Nutzung von Daten für eine effektivere Mobilitätsentwicklung einzusetzen.

Im Rahmen des Projekts UrbCitizenPower wird die Stadt Kiel für diese Aufgabe mehr als 146.000 Euro an EU-Fördermitteln erhalten. Insgesamt hat das Interreg-Programm Europe 1,5 Millionen Euro für das vierjährige Projekt bewilligt.

Kiel und Schleswig-Holstein europaweit platziert

Erstmals in der neuen Förderperiode wird durch die Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein die Leitung eines europaweiten Interreg-Projektes aus Schleswig-Holstein wahrgenommen. Neben der Landeshauptstadt Kiel beteiligen sich die Städte Groningen (Niederlande), Košice (Slowakei), Braga (Portugal), die Region Zentralmazedonien (Griechenland), Pori (Finnland) und Guldborgsund (Dänemark).

Das Auftakttreffen fand am 3. und 4. Juni in Kiel statt, bei dem die Partnerstädte während einer Bootsfahrt einen Einblick in die Herausforderungen der Stadtentwicklung Kiels erhielten.

Im Rahmen des Projektes sind neben der fortlaufenden gemeinsamen Arbeit an den Strategien der Städte auch die Einrichtung von Arbeitsgruppen zum Neuen Europäischen Bauhaus und zu den Potenzialen des Kultur- und Kreativsektors für die Stadtentwicklung geplant. Darüber hinaus werden sieben Projekttreffen (Urban Labs) in den beteiligten Städten stattfinden.

Strategie für eine Kreative und Innovative Stadt

Kiel wird seine Strategie für eine Kreative und Innovative Stadt weiterentwickeln und erhält Mittel für Personal, um an dieser Strategie zu arbeiten. Themen der anderen Städte sind die Weiterentwicklung des Masterplans für Grünflächen (Košice), die Designleitlinien für Lebensqualität im öffentlichen Raum (Groningen), die Kulturstrategie der Stadt Braga, die Kommunale Planungsstrategie (Guldborgsund), eine Roadmap für Veranstaltungen (Pori) sowie das Regionalprogramm 2021-2027 der Region Zentralmazedonien.

Stefan Musiolik vom Europaministerium Schleswig-Holstein gratulierte: „Ich beglückwünsche die Landeshauptstadt Kiel und die Heinrich-Böll-Stiftung, dass es erneut gelungen ist, EU-Fördermittel in diesem Umfang nach Schleswig-Holstein zu holen und Kiel und Schleswig-Holstein europaweit zu platzieren.“

Doris Lorenz, geschäftsführende Vorständin der Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein, betont die Bedeutung der Unterstützung durch die Stadt Kiel bei der Einwerbung von EU-Interreg-Mitteln und die vielen positiven Impulse für Kiel und die Region durch die Projekte:

„Erst durch die Förderung der Kofinanzierung durch die Stadt wird es uns ermöglicht, so viele Fördermittel nach Kiel und in die Region zu holen. Die Heinrich-Böll-Stiftung SH sieht sich hier in der Rolle, Bildungsarbeit für die Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele zu leisten. Zudem geht sie als fachkundige gemeinnützige Partnerin mit der öffentlichen Hand und den Hochschulen Kooperationen ein, um Innovationen mit EU-Geldern voranzubringen. Mit den Förderungen wurden Arbeitsplätze für hochkompetente international vernetzte Mitarbeiter*innen geschaffen, die sich beruflich in Kiel niedergelassen haben. Ergebnis der Projekte der letzten 7 Jahre ist zudem ein internationales Netzwerk mit mehr als 50 Partner*innen aus dem Ostsee- und Nordseeraum und weiteren Teilen Europas. Unter anderem wird hierdurch die Zusammenarbeit mit den Kieler Partnerstädten Brest, Aarhus, Gydinia, Tallinn, und Riga intensiviert. Gerne unterstützen wir andere Stiftungen und Organisationen, wenn sie sich um EU-Interreg-Förderungen bemühen wollen.“

Gerd Warda

Link zur Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein: https://www.boell-sh.de/de

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