Haushaltsberatungen, Bundestagswahl, KI und Kultur: Für die Neujahrsaktion von kulturkanal.sh schaut Uta Röpcke voraus auf 2025. Die Landtagsabgeordnete der Grünen will verhindern, dass Kultureinrichtungen unter Kürzungen leiden.
„Kürzungen können bei kleinen Projekten große Schäden anrichten“
„Mit der Bundestagswahl im Februar startet das Jahr 2025 spannend und intensiv zugleich. Die Wahl ist auch eine Entscheidung für die neue kulturpolitische Ausrichtung im Bund und damit bedeutend für künftige Weichenstellungen im Kulturbereich. Mein Ziel ist es, Kulturpolitik in Land und Bund weiter zu stärken und innovative Ansätze wie die Green Culture Anlaufstelle oder den Kulturpass noch wirksamer zu machen.
Im Schleswig-Holsteinischen Landtag werden wir gleich im Januarplenum den Haushalt verabschieden. Mir ist wichtig, dass die Konsolidierung des Landeshaushalts nicht unverhältnismäßig zu Lasten der Kultur geht, kleine Kürzungen können hier großen Schaden anrichten. Deshalb werde ich mich dafür einsetzen, dass besonders kleine Projekte und Strukturen mit großer Breitenwirkung erhalten werden.
Kulturelle Teilhabe bleibt ein Schwerpunkt
Im Bildungsausschuss bin ich gespannt auf die Anhörung zu KI in Kunst, Kulturmanagement und -vermittlung. Auch die Anhörung zur Anpassung der Landeshaushaltsordnung mit Fokus auf die Antidiskriminierungsklausel ist für den Kulturbereich von großer Relevanz. Die schwierige Lage der Musikschulen wird uns nach der intensiven Debatte im vergangenen Jahr auch in 2025 beschäftigen. Ich werde mich weiter für den Erhalt der wertvollen Musikschullandschaft in unserem Land und die Umsetzung anderer Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag einsetzen.
Mein politisches Schwerpunktthema im kommenden Jahr wird kulturelle Teilhabe und Diversität sein. Das passt gut, denn auch das Bildungs- und Kulturministerium wird sich im kommenden Jahr intensiv mit diesem Aspekt der kulturpolitischen Leitlinien befassen.
Nicht nur für Begegnung und gesellschaftlichen Zusammenhalt spielt Kultur eine elementare Rolle, sondern auch für kritische, kreative und utopische Impulse. Ohne diese werden wir uns als Land nicht weiterentwickeln. Darum ist mir die Stärkung von Kultur und kultureller Bildung auch ein so zentrales Anliegen.“