Beate Raudies: „Jede einzelne Kürzung im Kulturbereich tut weh“

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Beate Raudies, Jahrgang 1966, ist kulturpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion. Für die Neujahrsaktion von kulturkanal.sh wirft sie einen Blick voraus auf das Jahr 2025.


„Es geht um unsere Demokratie“


„2025 werden wir alle gemeinsam kämpfen müssen: Bei der Bundestagswahl am 23. Februar geht es auch um unsere Demokratie. Ich wünsche mir sehr, dass die Feinde der Demokratie dabei weit weniger Zuspruch erhalten, als es die Umfragen im Moment befürchten lassen. Dafür können wir alle gemeinsam etwas tun. Indem wir demokratisch wählen, indem wir uns engagieren.


Das Engagement für die Kultur im Land zähle ich dabei absolut dazu. Kultur steht für Vielfalt und den Blick über den eigenen Horizont hinaus. Auch diese Vielfalt wird leider infrage gestellt. Umso mehr gilt es Kultur zu fördern und zu leben – ob durch die Bedingungen für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk oder die Filmförderung bis zum Verein bei uns in Elmshorn oder anderswo.


Viel zu oft steht die Kultur nicht im Fokus. Im vergangenen Jahr habe ich mit Sorge die Lage der Musikschulen wahrgenommen und mich im Landtag intensiv für eine Verbesserung eingesetzt. Endlich soll es zu einem Fördergesetz kommen, aber viele Fragen sind noch ungeklärt und wir müssen dringend zu einer verlässlichen Grundlage kommen.

Die Kürzungen im Landeshaushalt 2025 treffen auch die Kultur. Die Günther-Regierung hat sich für einen strikten Sparkurs entschieden. Angesichts des ohnehin im Vergleich sehr geringen Kulturetat des Landes, tut jede einzelne noch so kleine Kürzung richtig weh. Das werde ich nicht stillschweigend hinnehmen, sondern möchte eine laute Vertreterin der Kultur im Land sein.


Und ganz persönlich freue ich mich auf ganz viel Kultur im Land! Ich bin schon sehr gespannt auf Sting im Juni in Kiel und auf das Konzert des SHMF-Chors im April in Berlin, bei dem mein Mann mitsingen wird. Außerdem möchte ich im nächsten Sommer gerne nach Paris und die wieder aufgebaute Kathedrale Notre Dame besuchen.
In diesem Sinne auf ein kulturell bewegtes, vielfältiges und demokratisches Jahr 2025!“

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