Christiane Limper ist freischaffende Künstlerin und Mitgründerin der Flensburger Kreativagentur frau von herrlich. Für kulturkanal.sh wirft sie einen Blick aufs Jahr 2026:
2026 steht für mich unter dem Motto der Sichtbarmachung.
Sichtbarmachung I: Bioskulpturen und Rauminstallationen
Das betrifft mich ganz persönlich als Künstlerin und bedeutet für mich, sich immer wieder neu und mutig zu zeigen. Im kommenden Jahr möchte ich meine Bioskulpturen weiterentwickeln: Sie sollen sich von selbst wegkompostieren. Außerdem möchte ich neue Rauminstallationen mit Sound entwickeln.
Sichtbarmachung II: Kultur in Flensburg
Gemeinsam mit Juliane Hanssen und Matthias Runge wollen wir auch mit unserer Kreativagentur frau von herrlich Kultur sichtbar machen und dafür immer wieder neue Räume und Möglichkeiten auftun.
Im neuen Jahr starten wir mit dem Kulturbüro der Stadt Flensburg direkt in einen Workshop für lebendige und vielfältige Sichtbarkeit von Kultur in Flensburg. Unser Workshop läuft im Rahmen des Kulturentwicklungsprozess (KEP) der Stadt. Ich finde es sehr wichtig, den Wert der Kultur gesellschaftlich sowie politisch zu stärken. Deshalb freuen wir uns darauf, zusammen mit Kulturschaffenden und Bürger*innen neue Ideen und Strukturen für die Sichtbarmachung zu entwickeln.
Sichtbarmachung III: grenzüberschreitend
Auch das grenzüberschreitende Projekt „Wo soll die Reise hingehen? / Hvor går rejsen hen?“ wird im neuen Jahr weitergehen und einen ersten Impuls für ein deutsch-dänisches Kulturhaus setzen. Dieses Projekt läuft über den Bürgerprojektefonds, Partner sind das Kulturbüro Flensburg und das Kulturbüro Sonderburg. In beiden Städten werden als Vorbereitung kreative Workshops angeboten, in denen auch wieder die Ideen der Teilnehmenden Platz finden.
Insgesamt liegt mir die regionale Arbeit sehr am Herzen. Die Vernetzung auch grenzüberschreitend zu stärken und ein wirkliches Kennenlernen und weiterführendes Zusammenwirken zu ermöglichen ist mein Wunsch. In partizipativen Formaten können aktuelle Fragestellungen aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet werden, um auch Themen wie Klimawandel, Transport und die Gestaltung der Grenzregion gemeinsam neu zu denken.
Ich freue mich auf ein spannendes Jahr und finde es gerade in dieser Zeit besonders wichtig, gemeinschaftliches Erleben durch Kultur zu stärken.
(Neujahrsstatement 2026 von Christiane Limper)
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