Pflanzen im Portrait von Amrumer Künstlerin Anna Susanne Jahn

Teilen

Pflanzen sind bevorzugte Motive der Künstlerin Anna Susanne Jahn. In einer Doppelausstellung vom 2. Mai bis 28. Juni 2026 zeigt die Wolfenbüttlerin, die heute auf Amrum lebt, alte und neue Werke im Kloster Ebstorf in Niedersachsen.

„Damengärten“ heißt der Titel der Werkschau. Sie beginnt mit einer Serie mit so genannten „Naturselbstdrucken“, in der Jahn 83 Bäume verewigt hat. Sie standen in einem kleinen Park im Dorf Nebel auf Amrum und mussten weichen, als dort das historische „Haus des Gastes“ für einen Neubau abgerissen wurde. Jahn verwendete Material der Bäume, etwa Zweige, Blätter oder Früchte, waltze sie mit Druckfarbe ein und presste sie direkt auf den Bogen. So sollen die Bäume sozusaen selbst an ihren Portraits „mitarbeiten“, wie Jahn im Interview mit kulturkanal.sh verriet.

Ausstellung im Wandel: Neue Werke ersetzen die alten

Während der Ausstellung fertigt Jahn neue Bilder von Pflanzen an. Dazu wählt sie Bäume und Sträucher, die im Umfeld des Klosters in den so genannten „Damengärten“ wachsen. Im Lauf der Zeit tauscht sie die Portraits der 83 Bäume gegen die neuen aus. So entsteht aus der alten Serie eine neue: das „Ebstorfer Herbarium“.

Das Kloster Ebstorf, gegründet um das Jahr 1160, liegt im historischen Kern des Klosterfleckens Ebstorf in der Heideregion Uelzen. Interessierte könnte das Kloster im Rahmen einer Führung besichtigen. Ein Rundgang in den „Damengärten“ findet am 19. Juni um 15 Uhr statt, der Eintritt ist frei.

Neueste Artikel

Neueste Artikel