Zur Kultur- und Kreativwirtschaft gehören neben Musik, Theater, Literatur, Film und Malerei auch Presse, Rundfunk und Werbung, die Software- und Games-Industrie und die Architektur. Die Zahl der Beschäftigten ist hoch, ihre Löhne sind häufig niedrig.
40.000 Menschen in Schleswig-Holstein arbeiten in Firmen oder Einrichtungen der Kultur- und Kreativwirtschaft. Das sind fast viermal mehr als in der Windenergiebranche mit 11.900 Erwerbstätigen.
6400 Personen – das entspricht 24 Prozent – arbeiten im Bereich Software und Game – mit Tendenz nach oben.
Bundesweit ist die Software- und Gamingbranche der größte Teilmarkt der Kulturwirtschaft. Es folgen Presse, Werbung, Design und Architektur.
2,4 Milliarden Euro setzte die Kulturindustrie Jahr in Schleswig-Holstein sogar im Corona-Jahr 2020 um. 160 Milliarden Euro Umsatz waren es im ganzen Bundesgebiet im selben Jahr. Im Folgejahr 2021 betrug der bundesweite Umsatz 175 Milliarden Euro.
4,8 Personen arbeiten im Schnitt in Unternehmen der Kulturwirtschaft – viele davon sind Soloselbständige.
„Kultur ist (uns) etwas wert. Kultur ist vielfach wirksam und rechnet sich.“
Kulturpakt 2030
Bundesweit gelten 16 Prozent der Erwerbstätigen in der Kulturbranche als „Mini-Selbständige“ mit weniger als 17.500 Euro Jahresumsatz. Weitere 14 Prozent verdienen mit ihrer selbständigen Arbeit mehr als 17.500 Euro. 15 Prozent sind geringfügig beschäftigt. Mehr als die Hälfte, 55 Prozent, sind sozialversicherungspflichtig beschäftigt.