Heinrich Wolf ist Geschäftsführer des Friedrich-Bödecker-Kreises in Schleswig-Holstein. Gemeinsam mit dem ehrenamtlichen Vorstand des Verbands blickt er für kulturkanal.sh auf das beginnende Jahr 2026 und freut sich auf viele spannende Förderprojekte rund um die kulturelle Bildung im Land:
Das Jahr 2026 wird für unseren Verband ein weiteres Jahr großer Veränderungen. Inmitten eines beständigen Modernisierungsprozesses haben uns verschiedene Einflüsse und Entwicklungen sogar noch zu mehr Veränderungen bewegt, als wir uns erträumten: Eine neue Förderstruktur, ein umfangreiches Kinderschutzkonzept mit den dafür nötigen Betreuungsstrukturen und viele neue Kooperationen mit tollen Partner:innen im ganzen Land wollen wir in der ersten Jahreshälfte nach der im vergangenen Jahr erfolgten inhaltlichen Arbeit auf den Weg in die Öffentlichkeit und die Häuser unserer Mitglieder bringen.
Kulturelle Bildung als Springbrunnen
Die Sphäre der Kultur, speziell unser Kerngebiet der kulturellen Bildung, ist in den vergangenen Jahren ein Springbrunnen neuer Techniken, Trends, Entwicklungen und auch Werten und Qualitäten geworden. Diese Entwicklungen begrüßen wir und wollen dafür gemeinsam mit unserem großen Netzwerk weitere neue Angebote schaffen. Wir arbeiten dazu an mehr sinnvollen digitalen Zugängen zu unseren Bildungsangeboten, inklusiven und diversifizierten Programmen und laden Künstlerinnen und Künstler dazu ein, mit uns diese Projekte umzusetzen.
Das geschriebene Wort zum Vergnügen machen
Auch der offene Ganztag startet in diesem Jahr in den ersten Jahrgängen der allgemeinbildenden Schulen – wir stehen natürlich als kompetenter Vermittlungspartner literarischer Angebote bereits in den Startlöchern! 2026 wird außerdem das nächste Erhebungsjahr für PISA und IGLU, den beiden großen Qualitäts- und Entwicklungsstudien zur Bildungslandschaft Deutschlands. Viele unserer Mitglieder und auch uns als Verband beschäftigt dieses Thema. In diesem wichtigen Jahr werden wir uns also ganz besonders ins Zeug legen, um unsere Mitglieder und alle weiteren Interessierten im Land dabei zu unterstützen, das geschriebene Wort für junge Menschen nicht nur zur beherrschbaren Kernkompetenz, sondern bestenfalls sogar zum Vergnügen zu machen.


Workshops zur Lese- und Schreibförderung. Fotos: Friedrich-Bödecker-Kreis in SH
Mehr Möglichkeiten, mehr Mut
Für die Kultur im Land und die Akteur:innen der kulturellen Bildung wünschen wir uns in diesem Jahr mehr Möglichkeiten, kreativen Impulsen folgen zu können und den Mut, Neues auszuprobieren. Mit den positiven Entwicklungen des Kulturhaushalts für dieses Jahr hat die Landesregierung gezeigt, dass sie die Kultur unterstützt und noch mehr fördern will .Jetzt sollten wir alle, am besten gemeinsam, mit guten Ideen nachlegen und die positiven Entwicklungen mit gestärktem Rückgrat weiter voranbringen. Uns ist schon lange klar, was nun wohl auch überall dort angekommen ist, wo man sich vielleicht des Öfteren auch ganz anders gelagerte Sorgen machen muss: Kultur ist nicht Luxus, Kitt oder gar nur eine nette Ablenkung vom Alltag – Kultur, das sind wir alle, wie wir zusammenleben, miteinander reden, umgehen und uns wünschen, wie die Welt um uns herum und das gemeinsame Leben einmal aussehen.
Für die Kleinsten, Kleinen und Größer-werdenden
In Zeiten intensiver gesellschaftlicher Veränderungen und auch durch mitunter zunehmend zu beobachtende Tendenzen junger Menschen, den eigenen Lebensmittelpunkt in digitale Räume zu verlagern und dabei die echte Welt etwas aus dem Blick zu verlieren, ist ein starker gesellschaftlicher Zusammenhalt und ein positiver Blick auf die Zukunft wichtiger denn je. Wir vom Friedrich-Bödecker-Kreis in SH e.V. kümmern uns dafür in diesem Jahr weiter und noch stärker um die kleinsten, kleinen und auch bereits größer werdenden Menschen und empowern unsere Mitglieder mit Lesungs- und Workshopangeboten sowie mit Rat und Tat rund um die Leseförderung im Land zwischen den Meeren.
(Neujahrsstatement 2026 von Heinrich Wolf und dem Vorstand, Friedrich-Bödecker-Kreis in SH e.V.)
→ zur Webseite: fbk-sh.de
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