Gestern haben wir uns einen Spaziergang angeschaut, der als Drei-Personen-Projekt entstanden ist. Heute geht es um einen Erinnerungsort, an dem mehr als 100 Personen beteiligt waren, initiiert vom Bildhauer Jan Koberstein. Genauso wie dieser Ort durch die Hände vieler Menschen entstanden ist, handelt es sich bei dem Schmoeler Hexenstein nicht wirklich um einen Stein, sondern um ganz viele Ziegel, die zusammen ein Steingewölbe bilden.
Wir schreiben den 30. April: Walpurgisnacht. Die Hexen ziehen zum Blocksberg im Harz. Aber nicht nur dort, auch hier in Schleswig-Holstein, wurde in der Frühen Neuzeit an Hexen geglaubt – und Hexen wurden verfolgt. Auf kulturkanal.sh erzählen wir ihre Geschichte anhand von magischen Objekten, die sich im gesamten Land zwischen den Meeren in Archiven, in Ausstellungen und in der Öffentlichkeit finden lassen. Gemeinsam reisen wir nach Flensburg, Elmshorn, Bargteheide, Schmoel, Kiel und Husum.
Noch bis zum 28. April ist ein ganz besonderes Projekt der US-amerikanischen Künstlerin Heather Sheehan im Sylt Museum in Keitum zu sehen: die zweisprachige Sonderausstellung „Sylta, die Walfängerwitwe, die weint. The whaling widow who wails“. In der düsteren Geschichte von Sylta treffen Performance und Analogfotografie auf Erzählung und Stickerei.
Hello Lübeck! Großes Kunstspektakel am Lübecker Holstentor: Die Künstlerin Stephanie Lüning flutet den Vorplatz des Holstentors mit buntem Schaum und sorgt damit für Interaktion.
Ohne vielfältige Vereinslandschaft und ehrenamtliches Engagement wäre es wohl recht öde in einigen Zipfeln des Landes. Für künstlerisches Geschehen, Bewegung und Austausch im Amt Geltinger Bucht sorgt der Verein Kunst für Angeln e.V. seit seiner Gründung im Jahr 2022. Jetzt gibt´s Kunst in der Pampa, Baby!
Nordfriesische Liedermacher um Knut Kiesewetter und Hannes Wader vertonten Klaus Groths Texte neu und brachten sie in die Hitparaden. Bemerkenswert ist, dass die Musikanten genau wie Groth ganz entscheidende Impulse von der anderen Seite der Nordsee bekamen.
Der Schriftsteller Markus Thielemann steht mit seinem zweiten Roman, Von Norden rollt ein Donner, auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises 2024. Es geht um den Wolf, der zurück in der Lüneburger Heide ist – und um den 19-jährigen Jannes, der, wie schon sein Vater und sein Großvater, täglich seine Schafe über die Heideflächen treibt, während die Emotionen im Dorf hochkochen. Kann Heimatschutz Gewalt rechtfertigen? Wo es vordergründig um Wolfspolitik geht, stößt er bald auf Hass, völkische Ideologie – und auf ein tiefes Schweigen.
Judentum und Popkultur? Da knirscht das Klischee. Denn bei jüdischer Kultur würden viele vermutlich an Klezmer-Musik und Woody Allen denken, sagt Thorsten Sadowsky, Direktor der Stiftung Landesmuseen. Nicht aber an Songs, Comics, Serien und Social-Media. Wie breit die jüdische Popkultur in Wahrheit aufgestellt ist und welche Ideen Jugendliche dazu entwickeln, darum ging es bei einer Veranstaltung im Jüdischen Museum Rendsburg.