Ach, ein neues Fitness-Studio? Irrtum: Die aktuelle Ausstellung im Kieler Sp_ce, der Galerie der Muthesius-Kunsthochschule, sieht nur so aus wie ein Gym. Die scheinbaren Sportgeräte sind eigentlich Kunstwerke. Entdecken lässt sich das am besten durchs Ausprobieren.
Die Gruppenausstellung „Die Kraft schwacher Banden“ im Kieler Off-Space nähert sich dieser Frage aus künstlerischer Perspektive und zeigt, wie lose Verbindungen, zarte Beziehungen und individuelle Narrative neue Formen von Verbundenheit schaffen können.
Der Sommer ist da, jetzt auch ganz offiziell, und auf der sommerlichen To-Do-Liste der Schleswig-Holsteiner*innen sollte (neben in der Ostsee baden, in der Nordsee baden und auf ein Festival gehen) auch der Besuch eines offenen Ateliers stehen.
Judentum und Popkultur? Da knirscht das Klischee. Denn bei jüdischer Kultur würden viele vermutlich an Klezmer-Musik und Woody Allen denken, sagt Thorsten Sadowsky, Direktor der Stiftung Landesmuseen. Nicht aber an Songs, Comics, Serien und Social-Media. Wie breit die jüdische Popkultur in Wahrheit aufgestellt ist und welche Ideen Jugendliche dazu entwickeln, darum ging es bei einer Veranstaltung im Jüdischen Museum Rendsburg.
Die Musik setzt ein, als Sir John Little die Arme hebt. Seine Hände bewegen sich leicht über der Tastatur seiner Orgel, die in der Rendsburger Fußgängerzone steht. Die Einkaufsstraße ist belebt an diesem Tag, aber nur wenige Köpfe drehen sich zu dem kleinen Orgelspieler und dem Mann, der hinter ihm steht und die Fäden der Marionette führt. Frank Tedsen heißt der Straßenkünstler, der seit vielen Jahren in Rendsburg und anderen Orten der Region auftritt.