Im 400-Seelen-Ort Arfrade in Ostholstein organisiert eine Gruppe junger Menschen ein Dorffest. Ehrenamtlich, vom Bund gefördert und für 3.000 Besucher:innen. Was es bedeutet, Kultur aufs Land zu holen – und welche Herausforderungen das mit sich bringt.
Zum Kriegsende vor 80 Jahren lagern in Deutschland noch unvorstellbare Mengen an Munition. Die Alliierten beschließen, diese in festgelegten Arealen in Nord- und Ostsee zu entsorgen. Seitdem liegen etwa 300.000 Tonnen versenkter Waffen auf dem Boden der Ostsee, insgesamt sind es schätzungsweise 1,6 Millionen Tonnen in deutschen Gewässern.
Ein musikalisches Gemeinschaftsprojekt mit Studierenden der Musikhochschule Lübeck (MHL) und dem dänischen Ensemble Storstrøm soll den Bau des Tunnels zwischen Fehmarn und Lolland begleiten. Zahlreiche Konzerte wollen die deutschen und dänischen Musikerinnen und Musiker entlang der Vogelfluglinie im Herbst geben. Das Projekt wird mit 80.000 Euro aus dem EU-Bürgerprojektefond bezuschusst, der durch Interreg Deutschland-Danmark und die Europäische Union getragen wird.
Wenn man Heiligenhafen Richtung Westen verlässt, muss man erst einmal an den Bausünden der 1970er Jahre vorbei - und trifft dann auf einen Mann im Sturm und die Ruinen eines alten Schießstandes.
Schönheit ist mehr als Oberfläche. Das wusste schon Friedrich Schiller. In Zeiten von Social Media sollten wir uns das öfter vor Augen halten, meint Martin Lätzel.
Der Gadendorfer Krug bei Lütjenburg ist ein ebendiger Kulturort auf dem Land. Dort treten Ensembles wie KneipenKlassik auf, eine Gruppe, die Klassik bewusst an ungewöhnliche Orte bringt. Auch Lesungen, Ausstellungen und Konzerte finden hier regelmäßig statt, getragen von ehrenamtlichem Engagement.
Als Punk Ende der 1970er Jahre aus England in die Bundesrepublik kam, traf die Jugendkultur im mondänen Ostseebadeort Timmendorfer Strand auf besonders fruchtbaren Boden.