Franz Werfels „Bocksgesang“ ist über 100 Jahre alt, aber ein passender Beitrag zur Debatte um Zuwanderung und Fremdenhass. Zumindest, wenn es so auf den Punkt gebracht wird, wie es das Schleswig-Holsteinische Landestheater in seiner aktuellen Aufführung tut.
Großformatige Bilder von jüdischen Schleswig-Holsteiner:innen hängen in dem Raum, den Besucher:innen des Jüdischen Museums in Rendsburg als erstes betreten. Darüber leuchtet ein Schriftzug: „»A MENTSH IS A MENTSH“. Doch ab Ende Januar bleibt der Schriftzug dunkel. Der Schöpfer der Lichtinstallation, der Frankfurter Künstler Naneci Yurdagül, will damit gegen wachsenden Rassismus und Antisemitismus protestieren.
Todesstoß für die kulturelle Bildung oder wichtiger Schritt gegen prekäre Arbeitsverhältnisse in der Kultur? Die Umsetzung des Herrenberg-Urteils stellt Musikschulen und ihre Lehrkräfte vor große Herausforderungen.
Judentum und Popkultur? Da knirscht das Klischee. Denn bei jüdischer Kultur würden viele vermutlich an Klezmer-Musik und Woody Allen denken, sagt Thorsten Sadowsky, Direktor der Stiftung Landesmuseen. Nicht aber an Songs, Comics, Serien und Social-Media. Wie breit die jüdische Popkultur in Wahrheit aufgestellt ist und welche Ideen Jugendliche dazu entwickeln, darum ging es bei einer Veranstaltung im Jüdischen Museum Rendsburg.
Die Reuterstadt Stavenhagen (Mecklenburg-Vorpommern) und das Fritz-Reuter-Literaturmuseum verleihen den diesjährigen Fritz-Reuter-Literaturpreis an Dieter Lohmeier für seine herausragende Publikation "Klaus Groth und Karl Müllenhoff. Der Briefwechsel 1852–1858".
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