Martin Lätzel

Kultur muss bei KI selbst Regie führen

Bund und Länder haben sich auf das Eckpunktepapier „Fortschrittsagenda Kultur + KI“ verständigt. Es soll einen gemeinsamen Rahmen für die kulturpolitische Zusammenarbeit schaffen. Im Kulturbereich kann man sich darüber freuen, dass es ein solches Papier nun gibt.

Wenn die Autokorrektur eine Idee hat

Die Autokorrektur macht aus dem „Zentrum für Digitalisierung und Kultur“ kurzerhand ein „Zentrum für Idealisierung“. Ein Versehen mit Tiefgang: Denn vielleicht beschreibt der Fehler ziemlich genau, was Kulturinstitutionen leisten sollten – Räume schaffen, in denen wir gemeinsam darüber nachdenken, wie wir leben wollen.

Transformation ist das Wesen der Kultur

Veränderung tut manchmal weh. Wie bei der Physiotherapie gilt aber: Wenn wir in die Bewegung hineingehen, lässt der Schmerz nach. Unser Kolumnist Martin Lätzel über Kultur als Dauerbaustelle und darüber, warum Transformation weniger bedrohlich wird, wenn wir sie selbst mitgestalten.

Sisyphos ist glücklich: Alltag als Kulturtechnik

Was hält Kulturarbeit am Laufen, wenn die großen Ziele unerreichbar scheinen und der Alltag aus Routinen, Finanzlöchern und schlechten Nachrichten besteht? Mit Odo Marquards Philosophie des Alltags und Albert Camus’ glücklichem Sisyphos hält Martin Lätzel ein Plädoyer für Pragmatismus, Beharrlichkeit und die kleinen Feste dazwischen.

Dialog statt Blasmusik

Gesellschaft entsteht durch Kommunikation, und Kommunikation stärkt wechselseitig Identitäten. Soziale Netzwerke könnten hier einen Beitrag leisten.

Wer sich selbst nicht riechen kann, der stinkt auch anderen

Nur mit einem starken gesellschaftlichen Selbstbewusstsein können wir die Zukunft aktiv gestalten. Das gilt einmal mehr in Zeiten der KI-Revolution.

Ein Grab, Heidegger und Heimat

Ist Heimat ein Ort? Eine Erinnerung? Oder eine Beziehung? Ausgehend von seiner eigenen Familiengeschichte macht sich Martin Lätzel auf die Suche nach einer Antwort.

„Schönheit ist die Erscheinung der Freiheit in der sinnlichen Form!“

Schönheit ist mehr als Oberfläche. Das wusste schon Friedrich Schiller. In Zeiten von Social Media sollten wir uns das öfter vor Augen halten, meint Martin Lätzel.

Verteidigung der Freiheit

Kulturinstitutionen tragen eine besondere Verantwortung, wenn Antiintellektualismus und Vereinfachung den öffentlichen Diskurs prägen, findet Martin Lätzel. In Albert Camus findet er einen überraschend aktuellen Verbündeten.

Timmy

Was sagt ein Live-Ticker zur Walrettung über unsere Kultur aus? Und sollte man dem medialen Overkill noch selbst etwas hinzufügen? Martin Lätzel wagt eine Analyse.

Der Wahnsinn und die Wahnsinnigen

Mit Wahnsinn gegen den Wahnsinn? Ein Versuch ist es wert, meint Martin Lätzel.

Ausstellung „State of Nature“ – eine Kultur der Entschleunigung

Die Vorbereitungen für die aktuelle Ausstellung in den Landesmuseen haben viel Zeit und Sorgfalt gekostet. Das ist gut so, findet Martin Lätzel. Auf diese Weise lässt sie uns unsere Weltbeziehung überdenken.

Jürgen Habermas: Er fehlte, bevor er fehlte

Für unseren Autoren Martin Lätzel spielte Jürgen Habermas keine besondere Rolle. Nicht etwa, weil seine Philosophie nicht relevant gewesen wäre – im Gegenteil. Ein Nachruf.

Freundschaft ist die wahre Perle

Martin Lätzel gratuliert Schleswig und Glücksburg zum Titel "Baltic Cultural Pearls" und erinnert daran, dass die Ostsee eint statt trennt.

Unser Wohlstand ist in Gefahr!

So zumindest fühlen es viele Menschen in Deutschland dieser Tage, wenn sie die Nachrichten verfolgen. Doch was ist Wohlstand überhaupt? Unser Kolumnist Martin Lätzel plädiert für einen Perspektivwechsel.

Ordnen, nicht verordnen

KI, Kriege, Klimawandel. Die Aufgabe der Kunst muss heute eine andere sein als zu Zeiten des kritischen Theoretikers Theodor W. Adorno, meint unser Kolumnist Martin Lätzel.