Kultur muss bei KI selbst Regie führenFeatured, MeinungenBund und Länder haben sich auf das Eckpunktepapier „Fortschrittsagenda Kultur + KI“ verständigt. Es soll einen gemeinsamen Rahmen für die kulturpolitische Zusammenarbeit schaffen. Im Kulturbereich kann man sich darüber freuen, dass es ein solches Papier nun gibt. zum BeitragKant, Krieg und Kohl: Welt- und Literaturgeschichte in MarneFeatured, MeinungenWarum spielt ein Roman des DDR-Autoren Hermann Kant in Marne? Dieses Rätsel löst Frank Trende in seinem Buch "Hermann Kant, Dithmarschen und ein Roman". zum BeitragWenn die Autokorrektur eine Idee hatMeinungenDie Autokorrektur macht aus dem „Zentrum für Digitalisierung und Kultur“ kurzerhand ein „Zentrum für Idealisierung“. Ein Versehen mit Tiefgang: Denn vielleicht beschreibt der Fehler ziemlich genau, was Kulturinstitutionen leisten sollten – Räume schaffen, in denen wir gemeinsam darüber nachdenken, wie wir leben wollen. zum Beitrag
Veränderung tut manchmal weh. Wie bei der Physiotherapie gilt aber: Wenn wir in die Bewegung hineingehen, lässt der Schmerz nach. Unser Kolumnist Martin Lätzel über Kultur als Dauerbaustelle und darüber, warum Transformation weniger bedrohlich wird, wenn wir sie selbst mitgestalten.
Die Neumünsteranerin Kelly Laubinger ist selbst Sinteza und engagiert sich für die Minderheit. Die Künstlerin Nina Prader würdigt ihre Arbeit und ihre Vorbild-Rolle in einem Comic.
Was hält Kulturarbeit am Laufen, wenn die großen Ziele unerreichbar scheinen und der Alltag aus Routinen, Finanzlöchern und schlechten Nachrichten besteht? Mit Odo Marquards Philosophie des Alltags und Albert Camus’ glücklichem Sisyphos hält Martin Lätzel ein Plädoyer für Pragmatismus, Beharrlichkeit und die kleinen Feste dazwischen.
Vom 4. bis 13. September lädt der Schleswig-Holsteinische Heimatbund erstmals landesweit zur HeimatVielfaltWoche ein. Hinter dem Motto „Heimat ist bunt“ steckt eine Frage, die weit über diese zehn Tage hinausreicht: Wem gehört Heimat und wie kann sie Menschen verbinden, ohne ihre Unterschiede aufzulösen?
Das jazzige Trio teilt seine Eindrücke vorm Spielen der einzelnen Lieder, sodass die Bilder schon im Kopf sind bevor der erste Ton erklingt. So beschreibt David Orlowsky, wie es zu Deep Blue gekommen ist: Er unternahm vor Jahren eine Segelreise von den Kanaren bis in die Karibik. Mitten im Atlantik ging er schwimmen – und sah nach unten in das tiefe Blau. In diesem Moment empfand er eine große Achtung vor der See.
Faust rockt an der Kieler Förde, in Lübeck kehren die Brandstifter zurück, und zwischen Flensburg und Rendsburg wird das Böse zum Familienerbe. Die ersten Premieren der Saison 2026/27 kreisen um die Frage: Wer übernimmt Verantwortung, wenn die Folgen des eigenen Handelns nicht mehr zu übersehen sind?
Der spanische Künstler César Orrico stellt von Mai bis November 2026 im Eisenkunstgussmuseum Büdelsdorf aus. Erneut präsentiert das kleine Haus internationale Kunst.
Rund 40.000 Menschen arbeiten in Schleswig-Holsteins Kultur- und Kreativwirtschaft. Dennoch gilt Kultur vielfach noch als Zuschussbereich. Warum die Branche längst als Wirtschafts-, Innovations- und Standortfaktor gedacht werden muss.
Die Reihe Meisterschüler – Meister wird bereits seit ein paar Jahren beim Schleswig-Holstein Musikfestival durchgeführt. Dieses Jahr durfte die 31-jährige Anastasia Kobekina Meisterin sein und mit vier ausgesuchten Musikstudent_innen, vulgo „Meisterschülern“ ein Quintettprogramm erarbeiten und auf die Bühne bringen.
Sportarten sind niemals nur Spiele. Sie sind verdichtete Kulturen, kleine moralische Universen mit eigenen Regeln, Ritualen und Vorstellungen von Ehre. Wie gegensätzlich das ausfallen kann, zeigt Uwe Lehmann anhand dreier markanter Unterschiede zwischen Fußball und Rugby – und findet darin eine Umkehr der Erwartungen.
„Der Fußball erzählt, wie so oft, etwas über den Zustand einer Zeit […].“ Während die WM läuft, schaut Uwe Lehmann auf einen Fußball, dem weniger das Talent als eine Haltung abhanden gekommen ist.
Nicht in Venedig, sondern im Eiscafé Venezia spielt Maja Delinićs Inszenierung von Carlo Goldonis „Der Diener zweier Herren“ auf der Lübecker Travebühne. Zwischen Gelato, Italopop, Machismo und Mafiafilm-Zitaten entsteht ein Abend über deutsche Italiensehnsucht, italienische Amerikaträume und die erstaunliche Haltbarkeit kultureller Klischees.
Uwe Lehmann engagiert sich im Netzwerk „Kunst im Norden“. Für kulturkanal.sh wirft er einen Blick auf die gebündelte Atelieröffnung am kommenden Wochenende in Angeln und Umgebung.
Ist Heimat ein Ort? Eine Erinnerung? Oder eine Beziehung? Ausgehend von seiner eigenen Familiengeschichte macht sich Martin Lätzel auf die Suche nach einer Antwort.
Die Strandsaison hat begonnen. Und genauso wie ein Beach-Body einfach ein Körper am Strand sein sollte, ungeachtet der Figur, sollte die Strandlektüre einfach ein Buch sein, das man am Strand liest, ungeachtet des Genres. Es muss nicht leicht sein, es kann auch schwere Themen behandeln.
Schönheit ist mehr als Oberfläche. Das wusste schon Friedrich Schiller. In Zeiten von Social Media sollten wir uns das öfter vor Augen halten, meint Martin Lätzel.
Die Eutiner Festspiele stehen an einem entscheidenden Punkt. Die Rettung durch das Schleswig-Holstein Musik Festival mag zunächst beruhigen. Doch genau darin liegt zugleich die große Gefahr: Eutin darf nicht zu einer weiteren beliebigen Spielstätte des SHMF werden.
Kulturinstitutionen tragen eine besondere Verantwortung, wenn Antiintellektualismus und Vereinfachung den öffentlichen Diskurs prägen, findet Martin Lätzel. In Albert Camus findet er einen überraschend aktuellen Verbündeten.
„Lügenpresse“-Rufe und Rempeleien auf Demos, Beleidigungen in den Kommentarspalten von Medienseiten im Internet: Das Klima für Journalismus wird rauer. Aktuell steht Deutschland nur noch auf Platz 14 der „Rangliste der Pressefreiheit“ für 2026. Damit ist die Lage nur noch „befriedigend“, nicht mehr gut.
Was sagt ein Live-Ticker zur Walrettung über unsere Kultur aus? Und sollte man dem medialen Overkill noch selbst etwas hinzufügen? Martin Lätzel wagt eine Analyse.
Wenn Shaul Bustan über den Flensburger Hafen spricht, tut er das mit Tönen. Zum Auftakt unserer Reihe "Mensch Musik!" in Kooperation mit dem Landesmusikrat stellen wir Ihnen den international gefragten Musiker, vor der die Szene im Land auf vielfältige Weise bereichert.
In Teil 2 unserer Reihe "Mensch, Musik!" stellen wir Daniela Paulsen vor. „Das hat mit Uff-tata nichts mehr zu tun!“, sagt Paulsen, wenn sie von ihrem Engagement als Landesfachleiterin für Spielleutemusik spricht.
In Freienwill bei Flensburg gibt es einen großen alten Hof, der etwas abseits vom Ort liegt. Hier leben vier Generationen der Familie Großmann unter einem Dach. Weit entfernt vom nächsten Nachbarn, mitten in der Natur, ist es trotzdem selten still. Denn hier spielt die Musik.
Susanne Vogel am Bass! Sie spielt auf Bühnen und in Studios, lehrt in Hörsälen und Musikzimmern. Für Susanne Vogel ging es geradeaus in die Musik und weiter gen Norden. In unserer Reihe "Mensch, Musik" stellen wir die Profi-Bassistin vor.